Fabelhaft: 8 Dos und Don´ts für das Fotoformat in der Biografie

Fabelhaft: 8 Dos und Don´ts für das Fotoformat in der Biografie

Wenn man seine Biografie selbst schreibt, achtet man oft nur auf den Inhalt und vernachlässigt das Layout. Doch das Layout ist nicht nur eine Geschmacksfrage!

Zum Beispiel, was das Fotoformat angeht. Hier erkläre ich, worauf Sie achten sollten:

Die Optik muss zu Inhalt und Erzählstil passen
  • Eines ist klar: Haben Sie oder Ihre Eltern nur wenige Fotos, zum Beispiel, weil sie im Krieg verloren gegangen sind, spielen diese eine bedeutende Rolle in der Biografie. Darum ist es wichtig, sie groß zu zeigen, auch wenn der eine oder andere Kratzer zu sehen ist. Genau diese Kratzer zeugen von Krieg und Flucht und müssen nicht unbedingt optimiert werden.
  • Wenn Sie eine reiche Auswahl an Fotos haben, können Sie unterschiedliche Größen verwenden. Achten Sie bitte darauf, dass Sie nicht zu wild variieren und zu viele unterschiedliche Größen verwenden. So bleibt das Gesamtbild harmonisch. Das gilt besonders auf zwei einander gegenüber liegenden Seiten, weil das Auge da direkt vergleicht.
  • Was die Abbildungen selbst betrifft: Spielte etwa Ihr Bruder eine wichtige Rolle in Ihrem Leben, kann er ruhig mehrfach in Groß auftauchen. Der Dorfbäcker hingegen braucht keine eigene Porträtseite.
Das Fotoformat sollte betrachterfreundlich sein
  • Bilder nützen nur etwas, wenn man erkennen kann, was darauf zu sehen ist. Klein abgebildete Porträts sind gut zu erfassen, Landschaften im Miniaturformat brauchen Sie gar nicht erst zu zeigen. Mit Lupe in der Hand will kein Mensch eine Biografie lesen!
  • Qualitativ schlechte Fotos werden in großem Format nicht besser, sondern schlechter und das bringt Ihnen und Ihrer Leserschaft nichts. Besser gleich weglassen.
    Übrigens: Wenn Bilder größer abgebildet werden, als sie im Original sind, werden sie „pixeliger“. Sie können also jederzeit ein Foto gleich groß oder kleiner abbilden. Wenn Sie es aber vergrößern, leidet die Qualität.
Dem Inhalt Raum lassen
  • Egal, ob Sie ein Foto groß oder klein zeigen – geben Sie ihm Platz. Wird es vom benachbarten Text, der Überschrift oder vom Nachbarfoto eingequetscht, hat es keine Luft und kann seine Wirkung nicht entfalten. Die Nachbarn übrigens auch nicht.
Die Extratipps
  • Besondere Bilder können eine Biografie auf eine besondere Art strukturieren. In einer meiner letzten Biografien habe ich jeweils am Kapitelanfang ein seitengroßes Bild gezeigt, das für das ganze Kapitel stand. Das schafft Aha-Momente beim Blättern!
  • Oder man zeigt mehrere gleich große Passfotos aus verschiedenen Lebensaltern – meistens sind diese Fotos in ihrer Ernsthaftigkeit ziemlich lustig und zugleich ist das Vergehen der Jahre besonders gut erkennbar.

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