bis zur fertigen Biographie….

25. November 2013 Allgemein 1

Neulich traf ich mich mal wieder mit einer Biographiekollegin. Es entspann sich der folgende Dialog (oder so ähnlich):

„Was antwortest Du eigentlich, wenn Du Mails von Leuten bekommst, die wissen möchten, wie viel eine Biographie ungefähr kostet?“, fragte sie mich.  „Ich frage erst mal zurück, was genau sich die jeweiligen Personen vorstellen und biete ihnen an, sie zu treffen oder mit ihnen zu telefonieren“. „Stimmt, so mache ich das auch“, meinte meine Kollegin und fuhr fort: „Meistens bekomme ich dann gar keine Antwort. Manchmal aber ruft jemand an und fragt direkt am Telefon nach einem ungefähren Preis. Wenn ich dann sage, in welchem Rahmen sich die Kosten bewegen, herrscht erst mal Schweigen auf der anderen Seite“. „Genau“, rief ich. „So ist das auch bei mir. Ich fange dann an zu erklären, welche Arbeitsschritte beim Schreiben einer Biographie nötig sind: Ich führe mehrere Gespräche zuhause mit dem Menschen, dessen Leben ich aufschreibe. Die Gespräche zeichne ich auf und tippe sie ab, denn sie bilden die Grundlage für den Text. Das ist sehr viel Material, das anschließend gekürzt, umgestellt und geändert werden muss. Zwischendrin schicke ich fertiges Material an den Kunden oder die Kundin und redigiere es bis der Text endgültig fertig ist.“ „Ja und dann kommt ja noch der Teil mit dem Layout“, ergänzt meine Kollegin: „Sollen Fotos rein? Soll das Buch einen schönen Umschlag bekommen? Welche Druckerei soll es drucken? Das ist auch nochmal ein Batzen Arbeit.“ „Richtig“, sage ich. „Lässt sich das für 1000,- Euro machen? Natürlich nicht.“

„Zum Glück verstehen das die meisten Leute am Ende des Gespräches. Ein Buch in der Hand zu halten, in dem das eigene Leben aufgezeichnet ist, ist eben etwas ganz besonders Wertvolles“, fügt meine Kollegin abschließend hinzu. „Ich habe übrigens eine neue Kundin!“


1 Gedanke zu “bis zur fertigen Biographie….”

  • 1
    Grit am 28. November 2013 Antworten

    Liebe Katja,
    auch ich habe das von Dir beschriebene peinliche Schweigen schon erlebt. Es gibt aber glücklicherweise auch andere Beispiele. In diesem Jahr hatte ich einen Interessenten, dem ich meinen Stundensatz und den sich daraus ergebenden Gesamtpreis nannte. Danach halte ich inzwischen immer etwas angespannt die Luft an, während ich auf die Reaktion meines Gegenübers warte. Aber was sagte der Mann? „Das ist weniger als ein Handwerker verdient. Ich habe mit mehr gerechnet.“ Ich atmete entspannt durch.
    Es entwickelte sich eine wunderbare Zusammenarbeit, und inzwischen hält er zufrieden seine eigene Biographie in den Händen.

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