Fabelhaft: 8 Tipps für den richtigen Seitenrand in Ihrer Biografie

Fabelhaft: 8 Tipps für den richtigen Seitenrand in Ihrer Biografie

Wenn man seine Biografie selbst schreibt, achtet man oft nur auf den Inhalt und vergisst, dass auch das Layout dazugehört. Das ist nicht nur eine Geschmacksfrage!

Heute möchte ich auf die richtige Breite der Seitenränder eingehen.

Seitenrand – diese Bezeichnung ist eigentlich nicht so ganz korrekt. Hier erfahren Sie die wichtigsten Begriffe für das Layout der Buchseiten:

  • Den bedruckten Teil einer Seite nennt man in der Typografie Satzspiegel.
  • Die freie Fläche an der Außenkante nennt man Außensteg.
  • Die freien Flächen der Seiten zur Mitte des Buches, also zum Bund hin, nennt man Bundsteg oder Innensteg.

4 Tipps für die Optik

Nummer 1

Die Innenstege dürfen nicht zu breit sein, weil sie sich für den Leser zu einer Gesamtfläche addieren, die harmonisch mit den beiden Außenstegen wirken soll.

Nummer 2

Breite Stege sehen edel aus und der so entstehende große, buchstabenfreie Raum auf dem Papier scheint der Leserschaft Platz für viele Gedanken zu geben. Aber Vorsicht: Wirkt das Layout (auch im Zusammenspiel mit der Zeilenbreite und der Dichte der Buchstaben) zu luftig, könnte man beim Lesen Rückschlüsse auf einen vielleicht zu dürftigen Inhalt ziehen.

Nummer 3

Sind die Stege zu schmal, wirken sie wuchtig. Der Text ist anstrengender zu lesen als mit breiten Stegen. Sind die Buchstaben gar zu nah am Seitenrand, kippt man beim Lesen fast aus dem Buch.

Nummer 4

Stegbreiten und Buchgröße spielen auch zusammen: Ein Büchlein von Notizbuchgröße sollte nicht dieselben freien Flächen haben wie ein Buch im DinA 4 Format. Umgekehrt kann ein großformatiges Buch auch einen größeren Rand vertragen. Wie wir Durchschnittsleser die Proportionen als ideal empfinden, ist gewissermaßen im Goldenen Schnitt entschlüsselt.

3 praktische Tipps

Nummer 1

Vorsicht: Der Innensteg darf nicht zu schmal sein. Je nach Seitenzahl muss man das Buch sehr kräftig öffnen, um den gesamten Text lesen zu können, und das überlebt nicht jede Bindung.

Nummer 2

Bei Ratgeberbüchern ist ein breiter Rand praktisch, weil der Leser sich hier Notizen machen kann, die er auch später noch lesen kann. Oder man bringt stichwortartig zusätzliche Informationen unter. In einer Biografie kann man mit Fotos spielen, indem man sie vom Satzspiegel in den Steg übergehen lässt.

Extratipp

Je breiter die Stege, desto mehr Seiten braucht man. Damit lässt sich – gaanz vorsichtig – tricksen: Brauche ich mehr Seiten, kann ich den Rand etwas breiter machen. Mit einem leicht schmaleren Rand spare ich Seiten.