Frühling

30. März 2012 Allgemein 1

Der Frühling hat begonnen, endlich! Für mich ist das die schönste Zeit im Jahr. Ich liebe den Frühling, weil alles Leben aus dem Winterschlaf erwacht. Erste zarte Blümchen bahnen sich ihren Weg aus der Erde, die Vögel stimmen ihr Konzert an, und Wiesen und Wälder tauschen ihr grau-braunes Winterkleid gegen ein grünes Blättergewand. Es riecht so frisch, und wenn die Tage länger werden und die Temperaturen in die Höhe klettern, spüre ich tief in mir Erleichterung und Geborgenheit.

Besonders liebe ich den Gesang der Vögel in den frühen Morgenstunden und habe das Gefühl, als wäre genau dieser Gesang das Erste gewesen, was ich in meinem Leben gehört habe. Meine Mutter erzählte mir einmal, dass das Fenster des Kreißsaals, in dem ich eines schönen Frühlingsmorgens geboren wurde, offen stand. Kann das sein? Wenn ich mich mit anderen über ihre liebste Jahreszeit unterhalte, so höre ich oft, dass sie genau die Jahreszeit lieben, in der sie geboren wurden. Ist das bei Dir auch so, Katja? Welche Jahreszeit ist Deine liebste?

Ich möchte meinen heutigen Diskussionbeitrag mit einem Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) abschließen, die mir persönlich aus der Seele spricht und die Frage an die Leserschaft weitergeben: Was kann wohl schöner sein?

Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit
Im goldnen Sonnenschein.
Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
Das Bächlein rauscht zu Tal,
Es grünt die Saat, es blinkt der See
Im Frühlingssonnenstrahl.
Die Lerchen singen überall,
Die Amsel schlägt im Wald!
Nun kommt die liebe Nachtigall
Und auch der Kuckuck bald.
Nun jauchzet alles weit und breit,
Da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?


1 Gedanke zu “Frühling”

  • 1
    katja am 3. April 2012 Antworten

    Der Frühling ist toll, Grit: Ganz plötzlich gibt die Sonne alles und verleiht mir Kraft und Energie, ich gehe ohne Jacke und Mütze raus, fühle mich frei und unbeschwert und bin überzeugt: Morgen kommt noch so ein Tag! Aber so ist es nicht: Es ist wieder kalt, es stürmt, es regnet. Meine Stimmung sinkt in den Keller, herrscht wieder Winter? Ein Rückfall. Ich bin geknickt. Der Tag zuvor war eben nur ein schöner Vorgeschmack, ein Vorgeschmack auf meine eigentliche Jahreszeit, den Sommer. Der ist echt, der ist konstant, ich kann mich viel mehr auf ihn und seine wärmende Kraft verlassen.

    Welches ist Ihre Jahreszeit? Welches Wetter entspricht Ihnen? In der Literatur werden oft unbelebten Gegenständen menschliche Eigenschaften zugewiesen (zornig schüttelt der Baum seine Äste), das nennt man Anthropomorphismus. Doch machen Sie es mal umgekehrt: Welche Wetterlage oder Wetttererscheinung passt zu ihrer aktuellen Stimmung? Gewitter, Regen, Nebel oder Sonne? Das zu beschreiben ist eine ganz schöne Herausforderung, aber spannend. Viel Spaß mit dieser Übung von Bonni Goldberg aus dem Buch ”Raum zum Schreiben”!

    PS: Ich bin übrigens im Sommer geboren.

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