Schreibende Mütter

13. Juli 2012 Allgemein 0

„Schreibende Mütter“ – mit großem Interesse las ich diesen Titel vor einigen Tagen in der aktuellen Federwelt-Ausgabe des Uschtrin-Verlags. „Wie sich Schreiben und Kinder in Deutschland unter einen Hut bringen lassen“ lautete der vielversprechende Untertitel.
Denkt Autorin oder Biographin da nicht sofort sehnsüchtig an J. K. Rowling, die alleinerziehend ihren ersten Harry Potter Roman schrieb und damit den Grundstein für ihr Milliarden-Vermögen legte?
Nun, es wird jedem klar sein, dass dieser Lebenslauf eine märchenhafte Ausnahme ist. Doch welche praktikablen Möglichkeiten haben selbstständige Mütter (es betrifft ja nicht nur Autorinnen), ihrem Beruf und ihren Kindern gerecht zu werden?
Für den oben erwähnten Artikel befragte Nikola Anne Mehldorn fünf Autorinnen, wie sie ihr Berufs- und Familienleben managen. Als wichtige Stützen kristallisierten sich unter anderem Betreuungsnetzwerke und die Väter heraus. Außerdem sind sich die interviewten Autorinnen neben weiteren Aspekten einig, dass über das Wohl der Kinder nicht die Quantität der Zeit, die sie miteinander verbringen, sondern die Qualität des Zusammenseins entscheidet.
Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Wir hatten jeweils großes Glück mit den Betreuungseinrichtungen hier vor Ort. Die Zeit, die die Kinder außer Haus waren, habe ich ausschließlich, intensiv und konzentriert für die Arbeit genutzt. Einkäufe, Wäsche, Kontakte – das alles musste bis später oder bis zum Abend warten, oft auch länger, denn an erster Stelle kamen immer die Kinder. Meinen Perfektionismus in Bezug auf den Haushalt habe ich schnell abgelegt, wenn die Zeit, die einem für bestimmte Lebensbereiche zur Verfügung steht, knapp bemessen ist, kommen die eingefleischten Prioritäten auf den Prüfstand und werden sehr bewusst abgewogen und neu gesetzt.
Und dennoch habe ich, seitdem ich Mutter bin, nur in seltenen Fällen Vollzeit gearbeitet. Ich persönlich hätte die zusätzliche Zeit mit meinen Kindern vermisst.

Wie siehst Du das Katja? Kennst Du Beispiele von Familien, bei denen das ohne Reibungsverluste funktioniert? Welche Hilfen oder Methoden haben sie, um Beruf und Kindern gerecht zu werden? Wie organisieren sie sich? Gibt es Unterschiede zwischen Deutschland und Schweden in Bezug auf die Unterstützung arbeitender Mütter?

Ein Auszug aus dem lesenswerten Artikel über schreibende Mütter ist übrigens unter www.federwelt.de nachzulesen.


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