Fleißiger Dienstag: Warum es ergiebig ist, über falsche Entscheidungen zu schreiben

Fleißiger Dienstag: Warum es ergiebig ist, über falsche Entscheidungen zu schreiben

Jeder trifft jeden Tag falsche Entscheidungen.

  • Die meisten haben keine ernsthaften Folgen: Trinke ich noch einen dritten Espresso oder lieber 7-Kräutertee? Aua, der Magen kneift, Espresso war wohl nicht so schlau.
  • Manche falschen Entscheidungen gehen gut aus: Einmal auf den Fahrradhelm verzichtet und schon ist der Sohn mit seinem Mountainbike auf dem nassen Laub ausgerutscht. So ein Glück, dass nur der Arm verletzt ist und nicht der Kopf!
  • Von manchen Entscheidungen weiß man nicht, ob sie falsch waren oder nicht: Wäre ich mit einer Fortbildung, die mir vor Jahren eine Redakteurin bei einer großen Berliner Zeitung nahegelegt hat, heute selbst Redakteurin bei einer großen Berlin Zeitung? Keine Ahnung.
  • Es gibt Entscheidungen, die man rückgängig machen würde, wenn man könnte: Das Kind nicht gegen Masern geimpft? Es hatte schwere, lebensverändernde Folgen.

Eine Biografie lebt vom Wechsel von Höhen und Tiefen. Wer will nur von privaten Highlights und beruflichen Erfolgen lesen? Ihre LeserInnen wollen auch (aber nicht nur!) von Ihren Schwierigkeiten erfahren. Von Misserfolgen zu schreiben, ist auch für Sie selbst ergiebig:

  • Sie sind ehrlich mit sich selbst und können niemand anderem den Fehler in die Schuhe schieben. Das tut gut.
  • Vielleicht hört durch das Aufschreiben auch ein lebenslanges Hadern auf. Nach dem Motto: Aufgeschrieben und aus dem Sinn.

Heute stelle ich Ihnen deshalb die folgende Aufgabe:

Schreiben Sie über eine Entscheidung, die Sie gern rückgängig machen würden.

Das ist kein bisschen leicht, denn Sie müssen sich etwas eingestehen und dann noch darüber schreiben. Aber das geht. Viel Spaß und viel Erfolg!

PS: Suchen Sie nicht nach dem Downloadknopf, heute gibt es nichts zum Herunterladen.